Pferdemomente-Blog

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Bring Intensität in dein Leben!

Hast du manchmal den Eindruck, dein Leben plätschert nur so dahin? Oder es rast an dir vorbei mit so vielen Eindrücken und Aufgaben, dass du gar nicht mehr hinterher kommst? Dann kennst du wahrscheinlich dieses leise Gefühl, dass du nur noch „funktionierst“, aber nicht wirklich mit ganzen Herzen dabei bist …
Vielleicht möchtest du endlich mal wieder etwas erleben, das dich wirklich erfüllt. Du wünschst dir Freude, Begeisterung und Glücksgefühle. Wenn du aber in deiner täglichen Routine versinkst und manchmal sogar neidisch auf die anderen schaust, die so ein tolles, intensives Leben haben, dann ist es Zeit, mehr Intensität in DEIN Leben zu bringen!

Aufregung oder Sicherheit

Als Menschen sind wir Gewohnheitstiere. Wir suchen nach Komfort und Sicherheit, denn das hat die Natur als energiesparendes Überleben eingerichtet. Feste Abläufe und Routinen in deinem Alltag erleichtern dir wiederkehrende Tätigkeiten, so dass du das „Rad nicht jedes Mal neu erfinden musst“. Wenn es allerdings zu viele eingefahrene Bahnen werden und du nur noch das tust, was auf dem Plan steht, dann hörst du auf mit ganzem Herzen dabei zu sein. Dann taucht das Gefühl auf, nur noch zu „funktionieren“, Dinge abzuarbeiten und von außen bestimmt zu sein.
Vielleicht hat sich in deinem Job seit Jahren nichts verändert, du kennst die Arbeit und die Geschichten der Kollegen. Du fühlst dich gelangweilt, weil keine neuen spannenden Aufgaben da sind. Oder in deiner Partnerschaft hat sich Routine breit gemacht – du kennst deinen Partner einfach zu gut. Alle Abläufe sind eingespielt, ihr seid euch vertraut, und irgendwann schleicht sich dieses leise Gefühl von „ist da nicht noch mehr?“ ein. Wo ist das Kribbeln, die Aufregung, die Neugier? Wo ist die Intensität des Anfangs geblieben?

Schauen wir uns einmal an, welche Dinge verhindern, dass du Intensität erlebst. Es gibt vier „Killer“ für intensives Erleben - wenn du sie dir bewusst machst, ist das schon die halbe Miete.

„Intensitäts-Killer“ Nummer 1: „Das kenne ich schon“

Stell dir mal vor, du erzählst einem Freund von einem neuen spannenden Film – und nach ein paar Worten sagt er „ach ja, kenne ich schon“. Hast du dann noch Lust weiterzuerzählen? Dasselbe passiert, wenn du eine Aufgabe auf dem Tisch hast und dir denkst „ach ja, das hatten wir schon mal, da machen wir Schema X“. In dem Moment, wo du etwas als „bekannt“ einordnest, schaltet dein Gehirn auf Automatik. Es hat eine Schublade gefunden und ist dann nicht mehr offen für eine neue Erfahrung oder einen neuen Weg. Das heißt gleichzeitig, dass du nicht mehr mit voller Aufmerksamkeit dabei bist und deshalb auch dein Erleben nicht mehr so intensiv ist. Mit dem Gedanken „Das kenne ich schon“ schneidest du dir also die vollständige Erfahrung ab. Du wirst dann „aufgewärmte“ Bilder und Abläufe aus deiner Erinnerung erleben, aber nicht das, was im Moment gerade passiert. Kein Moment ist gleich, bloß weil er Ähnlichkeit mit einer Erinnerung hat. Jeder Moment ist neu. Und du hast die Chance, jeden Moment neu zu erleben - wenn du den Satz „Das kenne ich schon“ streichst.

„Intensitäts-Killer“ Nummer 2: „Das geht nicht“

Du würdest gern eine Veranstaltung organisieren zu einem Thema, das dich begeistert? Und dann kommt dieser Satz in deinen Kopf „Das geht nicht, weil …“. Oder du hast den Wunsch, auf eine Fernreise zu gehen, und dann kommt der Gedanke „Das geht nicht, weil …“. Wenn du das denkst, nimmst du dir die Möglichkeit, dass dein Wunsch Realität werden könnte. Der Satz „Das geht nicht“ beendet all deine Überlegungen und Bemühungen. Abgehakt. Fertig. Wenn du glaubst, dass etwas nicht geht, dann wirst du auch gar nicht erst anfangen etwas umzusetzen. Dann bleibst du in deinen eingefahrenen Bahnen. Aber woher willst du eigentlich wissen, dass es wirklich nicht geht? Du kannst dir nie sicher sein, dass es nicht doch einen Weg gibt. Der einzige sichere Weg, dass es nicht geht ist der, dass du nicht losgehst!

„Intensitäts-Killer“ Nummer 3: „Ich traue mich nicht“

Du würdest gern zu einer Party gehen, traust dich aber nicht, weil du niemanden kennst? Oder du möchtest gern das bunte Kleid tragen, in dem du dich so wohlfühlst, und hast Angst, wie die anderen darauf reagieren? Das ist der Punkt, wo du dich selbst zurück hältst und dir verbietest, deine eigenen Wünsche und Sehnsüchte auszuleben. Damit nimmst du dir ein ganzes Stück von deinem eigenen Erleben weg! Das „Ich traue mich nicht“ ist Ausdruck von Angst und Unsicherheit - und die ist ganz normal, wenn du etwas Neues, Ungewohntes tust. Wenn du bei jedem Zeichen von Angst oder Unsicherheit aufhörst, deinen Weg zu gehen, verhinderst du neue Erlebnisse, die dir Fülle und Intensität bringen.

"Intensitäts-Killer" Nummer 4: „Jetzt nicht, sondern später“

Du hast so viel zu tun, dass du gar nicht weißt, was du zuerst machen sollst? Und du willst erst einiges „abarbeiten“, bevor du dir erlaubst, das zu tun was dir Freude macht? Mit diesem Aufschieben erreichst du meistens nur eins: du bleibst in deiner Routine gefangen. Wahrscheinlich kommst du nämlich nicht zu dem, was dich begeistert, sondern rackerst dich bei deinen Aufgaben und Pflichten ab. Vergiß die Idee, alle Dinge erledigen zu wollen, bevor du irgendetwas Freudiges für dich tun kannst. Du wirst nie alles „abarbeiten“ können. Mit dieser Idee „später einmal“ verbietest du dir selbst, intensiv das zu erleben was du erleben möchtest. Denk daran: auch deine Zeit ist irgendwann vorbei - und was möchtest du bis dahin wirklich getan und erlebt haben?

Kennst du einen dieser vier Sätze von dir? Beobachte dich im Alltag, wie oft du diese Sätze denkst oder sagst. Mache dir bewusst, wie stark du damit die Möglichkeiten einschränkst, Intensität und Freude zu erfahren.

Wie entsteht Intensität?

Intensität entsteht nicht nur im Kopf, sondern braucht das ganzheitliche Erleben mit dem Körper. Körper, Sinne und Gefühle müssen einbezogen sein, nur dann kannst du ein intensives Erleben schaffen. Um Intensität in dein Leben zu bringen musst du von außen nach innen kommen – zu dir selbst. Das ist gar nicht so schwer. Hier sind 4 Punkte, die dir helfen intensiver zu erleben.

1) Im Moment sein

Nur wenn du mit ganzer Aufmerksamkeit wirklich hier im Moment bist, kannst du das erleben, was jetzt gerade passiert! Gedanken über die Zukunft oder über die Vergangenheit lenken dich nur ab. Es geht darum, jeden Moment neu wahrzunehmen - mit Neugier die Dinge zu betrachten. Und eben nicht zu denken „kenne ich schon, abgehakt“. Wenn du die Details wahrnimmst wirst du feststellen, dass jeder Moment neu und einzigartig ist. Bei einem Seminar habe ich einmal den schönen Satz gehört „Jeder Tag ist eine Welturaufführung“ - weil es diesen Tag nur einmal gibt. Jeden Moment gibt es nur einmal – und wenn du mit Neugier und Aufmerksamkeit alles wahrnimmst, wirst du merken, wie sich die Intensität deines Erlebens deutlich steigert.

2) Nimm deine Wünsche und Sehnsüchte ernst

Deine Wünsche, Träume und Sehnsüchte verbinden dich mit dem, was dir wirklich wichtig ist. Sie zeigen dir, was du erleben möchtest und was dein Inneres bewegt. Wenn du diesen Wünschen folgst, schaffst du ganz automatisch viele Möglichkeiten für Intensität. Es ist sehr bewegend, das zu erleben, was dein Inneres sich wünscht – dabei entstehen intensive Empfindungen ganz von allein. Finde also heraus, was du wirklich willst und was dich wirklich bewegt! Lerne auch zu spüren, was du nicht willst. Nimm deine Wünschen und Sehnsüchten als Leitfaden und dann trau dich, sie umzusetzen!

3) Trau dich Neues und Unbekanntes zu tun

Solange du in deinen bekannten Bahnen bleibst, wird nicht viel Aufregendes in deinem Leben passieren. Es gibt aber außerhalb deines gewohnten Bereiches noch so viel Neues und Unbekanntes zu entdecken! Ein neues Land, eine neue Kneipe, eine neue Sportart, ein neuer Weg zur Arbeit, eine unbekannte Person, ein neues Museum … werde aktiv und mache viele neue Erfahrungen! Es reicht nicht, etwas zu wissen oder darüber zu lesen – nein, es geht darum, es wirklich zu spüren und zu tun! Deine Komfortzone ist der Bereich, in dem alles bekannt und bequem, aber eben auch langweilig und festgefahren ist. Wenn du etwas außerhalb deiner Komfortzone tust, kommen Gefühle und Emotionen. Dann steigt die Intensität und du bist ganz wach und wirklich dabei.

Dabei taucht auch das Gefühl der Unsicherheit und der Angst auf. Das ist ganz normal, wenn du etwas Neues tust. Dein System ist darauf bedacht, Sicherheit zu haben und Unbekanntem aus dem aus dem Weg zu gehen. Deshalb meldet es Alarm, sobald du dich in etwas Neues begibst. Dann geht es darum, dich von der Unsicherheit nicht abhalten zu lassen, sondern Mut zu beweisen und trotzdem weiter zu gehen. Es kann natürlich auch Situationen geben, in denen die Angst dich vor einer wirklichen, existentiellen Gefahr warnt – doch gibt es in unserer heutigen Welt kaum noch Gefahren, die wirklich bedrohlich sind. Wie du Angst und Unsicherheit unterscheiden kannst, werde ich bald in einem weiteren Blogartikel beschreiben. Wenn du mit dem Gefühl der Unsicherheit umzugehen lernst, warten außerhalb der festgefahrenen Bahnen tolle Chancen und Möglichkeiten auf dich.

4) Lebe im Kontakt mit anderen

Als Menschen sind wir soziale Wesen und die Begegnung mit anderen stellt ein zentrales Bedürfnis dar. Und ein spannendes Handlungsfeld. Im Kontakt kannst du dich selbst und dein Gegenüber intensiv erleben. Du kannst Gemeinschaft spüren, Freude und Begeisterung teilen, dich mit Gemeinsamem verbinden und über Unterschiede diskutieren. All das schafft Intensität, Verbundenheit und Berührung. Es geht auch darum, dich so zu zeigen, wie du bist – das braucht Mut. Es werden überraschende oder herausfordernde Situationen auftauchen, an denen du wachsen und deine Komfortzone erweitern kannst. Also nutze die Begegnung mit anderen Menschen. So schaffst du intensive Erlebnisse im Kontakt und bekommst einen neuen Blick auf dich selbst.

Schaffe dir Intensität

Jeder dieser vier Bereiche hilft dir, Intensität in dein Leben zu bringen. Wähle dir einen aus, mit dem du beginnen möchtest. Intensität heißt aber nicht, dass alles nur noch „rosig“ und schön ist – es gehört auch dazu, unangenehme Gefühle anzunehmen und damit umgehen zu lernen. Nur wenn alle Gefühle da sein dürfen, kannst du die ganze Fülle erleben und die intensiven glücklichen Momente auch wirklich spüren.

Was kannst du also heute noch tun, um mit einem kleinen Schritt mehr Intensität in deinen Alltag zu bringen?

Schreibe mir deine Erfahrungen im Kommentar!


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