
Erst kommt Respekt, dann Vertrauen – eine stimmige Beziehung braucht beides!
Führen ohne Seil und Halfter, ein vertrauensvoll folgendes Pferd – das ist oft der Wunsch für eine Begegnung mit Pferden. Wir wollen die Pferde zu uns einladen und mit ihnen Kontakt haben. Doch manchmal ist das gar nicht so einfach …. Dann wundern wir uns, wenn das Pferd nicht hinter uns her läuft sondern seinen eigenen Weg geht. Oder uns nur mit einem kleinen Seitenblick würdigt, während es weiter frisst und in der Gegend herumschaut.
Gehörst du zu den Menschen, die eher „nett“ sein wollen – zu Pferden und zu Menschen? Dann fällt es dir wahrscheinlich auch schwer, deine Meinung zu sagen und dich durchzusetzen? Hier erfährst du, warum Respekt der Anfang jeder guten Kommunikation ist, und wie du dir ohne „Gewalt“ Respekt verschaffen kannst.
Mit „Nett sein“ Vertrauen schaffen?
Viele meiner Seminarteilnehmer laden das Pferd in der freien Arbeit gern ein, mit ihnen mitzulaufen. Oft schon ganz zu Beginn des Kontaktes. Das Pferd „schicken“ ist ihnen nicht so angenehm. Da schleichen sich schnell Gedanken an „Herumkommandieren“, „das Pferd zu etwas zwingen“ oder „Druck machen“ ein. Doch wie wirkt es für ein Pferd, wenn jemand Neues auf es zu kommt und es sofort bittet ihm zu folgen?
Pferde brauchen Führung
Pferde suchen von Natur aus Führung und schließen sich gern an. Für die Fluchttiere heisst Führung, dass sie sich jemandem Kompetenten anvertrauen können und nicht selbst aufpassen müssen. Allerdings schauen sie sehr genau hin, wem sie sich anvertrauen – schließlich kann in der freien Natur ihr Leben davon abhängen. Deshalb suchen sie Leittiere, die in sich ruhen, präsent sind und klar sagen „wo es langgeht“. Ein solches ranghohes Tier erhält den Respekt und das Vertrauen der Herdenmitglieder. Zu den Privilegien der ranghohen Tiere gehört dann z.B. auch, dass die anderen ihnen ausweichen und sie zuerst an Futter- und Wasserplätze gehen dürfen.
Wie du dir Vertrauen erarbeitest
Wenn wir also als Mensch die Verhaltensweisen der ranghohen Tiere übernehmen, wird das Pferd auch uns vertrauensvoll folgen. Dazu gehört eben auch, klare Signale zu geben und das Pferd z.B. zum Laufen aufzufordern oder den Platz des Pferdes zu beanspruchen. Genau so, wie es ein ranghohes Tier in der Pferdeherde macht. Wichtig dabei ist eine ruhige klare Haltung, die Souveränität und Verbundenheit ausstrahlt. Damit geben wir dem Pferd die Gelegenheit uns „kennenzulernen“ und unsere Leittierqualitäten zu erkennen.
Wenn du dir auf diese Weise Respekt verschaffen kannst, bekommst du das Vertrauen des Pferdes ganz automatisch. Dann kommt das Pferd nicht nur aus Neugier zu dir, sondern schließt sich wirklich an und orientiert sich an dir. Das ist die Basis für ein stimmiges Miteinander, bei dem das Pferd sich auch in vermeintlichen „Gefahrensituationen“ am Menschen orientiert und seiner Führung vertraut.
Klarheit kommt an
Natürlich gibt es auch beim Thema Respekt & Vertrauen einige Parallelen zu unserem menschlichen Miteinander. Kennst du in deinem Umfeld Menschen, die keine eigene Meinung haben? Die nicht sagen (können), was sie sich wünschen, sondern immer erst fragen, was denn der oder die andere mag? Und würdest du dich solch einem Menschen anvertrauen, wenn es um eine wirklich wichtige Entscheidung für dich geht? Wenn es drauf ankommt, prüfen wir nämlich auch ganz genau, wie verlässlich und vertrauenswürdig unser Gegenüber ist. Deshalb ist es wichtig, auch im menschlichen Miteinander klar für dich einzutreten und dir Respekt zu verschaffen.
Gegenseitiger Respekt schafft Vertrauen
Pferde zeigen uns, dass „sich Respekt verschaffen“ eine durchaus positive Qualität im Miteinander ist und nicht automatisch etwas mit „Herumkommandieren“ oder „Druck machen“ zu tun hat. Es kommt einfach auf die Art und Weise an, wie wir uns Respekt verschaffen. Ganz wichtig dabei ist die innere Einstellung zum Gegenüber. Schließlich erweisen wir unserem Gegenüber auch Respekt in der Art, wie wir mit ihm umgehen und unsere Wünsche äußern.
Also, trau dich ruhig einmal, dir Respekt zu verschaffen und klar deine Meinung zu sagen! Wenn du das bestimmt und freundlich tust, wirst du damit auch das Vertrauen deines Gegenübers gewinnen. Bei Pferden wie bei Menschen.

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