Pferdemomente-Blog

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Hier finden Sie meine Gedanken über die feine Verbindung von Mensch und Pferd und Tipps rund um persönliche Weiterentwicklung.
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Der Pferdemomente-Blog

Charmante Vierbeiner mit großem Herzen – Erfahrungen eines Trainingstages mit Jugendlichen

Immer wieder fasziniert es mich, wie schnell die Pferde es schaffen, auch anfangs „reservierte Zeitgenossen“ in ihren Bann zu ziehen. Nicht durch große Aktionen, sondern einfach durch ihr So-SEIN. Ein Pferd kennt keine Vorurteile und keine Manipulation – es ist einfach so wie es ist. Ein Pferd nimmt jeden Menschen genau so an, wie er sich zeigt – egal ob auf seiner Jacke „Manager“, „Angestellter“ oder „Tellerwäscher“ steht. Und so kann sich kaum jemand dem sanften Charme der Vierbeiner entziehen.

Besonders beeeindruckt hat mich ein Training, das ich für einen Träger in der Jugendhilfe durchführen durfte.

Erst kommt Respekt, dann Vertrauen – eine stimmige Beziehung braucht beides!

Führen ohne Seil und Halfter, ein vertrauensvoll folgendes Pferd – das ist oft der Wunsch für eine Begegnung mit Pferden. Wir wollen die Pferde zu uns einladen und mit ihnen Kontakt haben. Doch manchmal ist das gar nicht so einfach …. Dann wundern wir uns, wenn das Pferd nicht hinter uns her läuft sondern seinen  eigenen Weg geht. Oder uns nur mit einem kleinen Seitenblick würdigt, während es weiter frisst und in der Gegend herumschaut.

Mit dir geh ich nicht mit! – Pferde führen ist gar nicht so einfach

Honey steht. Die hübsche weisse Stute steht in der Mitte des Reitplatzes, mit Halfter und einem langen Seil. Am anderen Ende des Seiles steht Rita, schaut Honey an und ist ratlos. Es sah doch so einfach aus. Das Pferd führen, um die Stangen herum und wieder zum Ausgangspunkt zurück …. doch jetzt bewegt sich gar nichts mehr. Rita versucht Honey gut zuzureden, zieht erst zaghaft und dann immer kräftiger am Seil. Doch Honey rührt sich nicht.

Das "Pippi-Langstrumpf-Prinzip" - wie Sie den Dingen eine passende Bedeutung geben

„Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt … „ singt Pippi Langstrumpf mit Inbrunst. Und wir schunkeln mit und lächeln amüsiert über das einfältige und lustige kleine Mädchen. Schön wäre es wohl, wenn die Welt so funktioniert. Tausend „ABERs“ schwirren uns durch den Kopf. Doch wer oder was hält uns eigentlich davon ab, uns die Welt so zu gestalten, wie sie uns gefällt??? Zumindest die Gedanken sind frei – und die haben einen ganz entscheidenden Einfluss!

Endlich mal Nichts-Tun und einfach SEIN - wie Pferde uns dabei helfen

Oft gehe ich mit einer Gruppe von Menschen auf die Weide, um die Pferdeherde in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Und meist legt sich das Reden, je näher wir den Pferden kommen. Eine stille Faszination umhüllt die Herde und erfasst die Menschen in ihrer Nähe: die sattgrüne Weide, die weißen, friedlich grasenden Pferde, ab und zu das Zwitschern eines Vogels ... die Stadt, andere Menschen und der Alltag sind so fern. Manchmal liegen auch einige Pferde und verbreiten eine besondere Ruhe und Geborgenheit. Die Gruppe taucht ganz sebstverständlich in die Stimmung der Herde ein – einige Teilnehmer folgen ihrem Impuls und setzen sich ins Gras, um die Pferde zu beobachten.
„Einfach mal abschalten und nur hier sein, das tut so gut“ sagt Erika, und ich habe fast ein schlechtes Gewissen, dass ich gleich einige Übungen mit den Pferden und Menschen vorgesehen habe.